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Selbstfahrende Autos. Gefahr oder Potential für die Taxi / Funkmietwagen Branche

Gerade, wegen den ethischen Gründen, sind autonome Fahrzeuge in aller Munde. Auch in der Funkmietwagen Branche wird diskutiert, ob es eine Gefahr für die Taxi- und Funkmietwagenbranche ist.

Ich sehe in der Technik viel Potenzial. Gerade als Funkmietwagen, könnte man einige Fahrzeuge anschaffen, die über diese Technik verfügen. Junge und agile Menschen, könnten von dem Angebot profitieren, müssen sie den Fahrer nicht mit finanzieren. Ein Anruf bei der Zentrale, mit den Angaben zum Wunschzielort, so könnte die Strecke vor Fahrantritt, dort schon geplant werden. Das Fahrzeug wird zu Ihnen geschickt, Sie steigen ein und werden auf dem kürzesten Weg zu Ihrem Ziel befördert. Smaltalk und andere Interaktionen fallen hier natürlich weg. Dafür kann man einen sehr günstigen Preis anbieten.

Das der Klassische Fahrer komplett ersetzt wird, möchte ich bezweifeln. Denn Hilfe von der Wohnungstür an, kann ein autonomes Fahrzeug nicht bieten. Das gleiche gilt natürlich für Kranke und Menschen mit Behinderung, die auf Hilfe angewiesen sind. Ich denke auch das nicht jeder diesen unpersönliche Transport wünscht.

Das Bild des Fahrers wird sich verändern, weg vom reinen Fahrer hin zum Dienstleister.

Wenn man das  Potenzial in dieser Technik nutzt, kann ich mir sogar vorstellen, dass in Zukunft das Leihfahrzeuge, den einen oder anderen Privaten PKW ersetzten kann. Größere Veränderungen sehe ich da in anderen öffentlichen Verkehrsmittel z.B. Linienbusse und Straßenbahnen. Hier ist der Dinstleistungsfaktor der Fahrer zum größten Teil auf das fahren ausgelegt.

Dorrent Switchman

Was versteht man unter einem Personenmietwagen?

Man versteht in Deutschland unter einem Mietwagen mit Fahrer, Funkmietwagen oder auch Personenmietwagen ein Fahrzeug, das mit Fahrer angemietet wird.
Dieses ist keine Autovermietungen von Selbstfahrermietfahrzeugen.
Der Mietwagen, Funkmietwagen ist nach §49 Abs. 4 PbefG (Personenbeförderungs Gesetz) geregelt.

  1. Der Auftrag muss im Betriebssitz oder der Wohnung des Unternehmers entgegengenommen werden. Dieses schützt das Taxigewerbe, da der Mietwagen nicht per Zuruf oder durch Ansprechen angefordert werden kann.
  2. Charakteristisch ist, dass eine Personenbeförderung mit dem PKW zu erfolgen hat. Der Pkw kann nicht in „Teilen“ angemietet werden. Dieses schließt eine Sitzplatzreservierung wie z.B. im Busverkehr aus.
  3. Der Fahrer eines Funkmietwagen muss die gleiche Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung besitzen, wie der Fahrer eines Taxis. Diese wird alle 5 Jahre erneuert.
  4. Der Funkmietwagen ist an die Rückkehrpflicht gebunden. Sollte der Mietwagen keinen Anschlussauftrag per Funk erhalten haben, oder schon gebucht sein, muss er zu seinem festen Ausgangsstandort zurückkehren. Er darf nicht auf den nächsten Auftrag warten.

Funkmietwagen starker Auftritt zu niedrigen Preisen.

Wer von A nach B gefahren werden möchte, muss nicht immer Taxi fahren. Die Alternative ist der Funkmietwagen.

Normale Taxis sind an die städtischen Preise gebunden, diese setzten sich aus einem Grundpreis für die Bereitstellung, Anfahrt mit erster Wegstrecke, einem Kilometerpreis nach weiteren Teilstrecken und einem Zeitpreis (verkehrsbedingt Staus, Rote Ampeln usw.) zusammen.

Eine Tarifpflicht haben Funkmietwagen nicht und können daher auch günstigere Preise, so wie Rabatte oder Pauschalpreise anbieten. Der normale Beförderungspreis setzt sich nur nach der zurückgelegten Wegstrecke in einem Kilometerpreis zusammen. Daher sind die Preise für die selbe Strecke immer gleich, egal ob am Tag oder in der Nacht. Nachtzuschläge, wie beim Taxi, gibt es nicht.

Funkmietwagen dürfen nicht die typische Taxi Farbe haben und auch kein Taxischild auf dem Dach. Ein Funkmietwagen ist von außen kaum zu erkennen, da dieses neutrale Fahrzeuge sind.

So lässt sich auch für kleines Geld ein starker Auftritt organisieren.